27. November 2012

d.i.y.....

....hat auch so seine grenzen.
während ich eine begeisterte selbermacherin bin ,
was marmeladen ,brot ,kekse ...anbelangt ,
bin ich in handwerklichen dingen
(obwohl ich eine ledergalanteristenlehre sogar
mit auszeichnung abgeschlossen habe ,aber das ist lange her ...),
besonders im textilen bereich eher nicht sooo talentiert.
was mich nicht  davon abgehalten hat ,
mich an bienenwachskerzen zu versuchen .
seit jahren sammel ich die reste
(belächelt von meinem herrn gemahl)
der kerzen um sie " irgendwann mal einzuschmelzen ".
nun war es soweit .
beseelt von einem  jahr der konsumreduktion ,
sollten in diesem jahr selbstgezogene kerzen den
adventkranz zieren.
und so machte ich mich zu fortgeschrittener stunde
frisch ans werk ,mit dem gedanken den abend bei wachsduft
und meditativem kerzenziehen zu verbringen.
mir war nicht ganz klar ,wie aus den hänselknöchernen
wachsstängeln eine stattliche stumpenkerze werden kann ,
aber ich tauchte die dochte so vor mich hin und ...
sie wurden dicker und dicker.
inzwischen wurde es mitternacht , die kerzen hatten einen stolzen
durchmesser von 4cm erreicht ,aber das war mir nicht genug.
ich erwärmte das wachs noch mal im backofen ,
rührte es mit einem holz um , schloß die backofen(schiebe)tür
und.....musste feststellen ,dass die höhe des wachsglases
 MIT holz  zuviel war.
das wachs ergoss sich duftend und großzügig
über den ofen und den küchenboden.
dreimal entwich mir ein wort ,welches meine kinder mich
nie gebrauchen hören ,doch in dieser situation
fand ich es angebracht und auch irgendwie kongruent.
aber ,einen vorteil hat es :
unsere kekse werden heuer ein unvergleichliches
bienenwachsaroma haben.


26. November 2012

frühe symptome....

...eines hikikomori?
frau luise stellt uns vor ein rätsel.
oder besser gesagt ihr verhalten.
da sie vor drei wochen etwas kränklich war und
sich zu hause  erholt hat,dachten wir noch ,
sie sei die pflegeleichteste kranke überhaupt.
befindet sich zufrieden in ihrem zimmer ,
spielt ,kocht für ihre puppen wollnudelsuppe,
hört-ja was wohl ?-  conniegeschichten ,
schaut bücher an ,fädelt ketten ,redet vor sich hin ......
dann und wann streckte sie den kopf zur tür hinaus ,
um nahrung  oder wasser zu verlangen.
gut und schön.
seither meint die junge dame aber ,
dass sie sich gänzlich dem familienleben entziehen kann.
"ich will in meinem  zimmer essen ",
"ich brauche meine ruhe",
sind sätze ,die sie uns tagtäglich als argument bringt ,
um sich der gemeinsamen mahlzeit entziehen zu können
(die ja immer wieder von diversen experten
als sooooo wertvoll deklariert wird,
aus meiner  erfahrung ,...naja... kann ich luises wunsch
durchaus manchmal verstehen  ,ähem ....).
auf jeden fall sind wir dabei ,das kind  wieder
an die gesellschaft zu gewöhnen ,
was nur unter  großem protest möglich ist .
so war sie heute nicht nur im kindergarten ,sondern
auch bei zwei familienmahlzeiten zugegen
(den Mittagssnack durfte sie in ihrem zimmer einnehmen ,
da die jungs noch in der schule waren ) ,
und des nachmittags in der bücherei!
auch wenn es die junge dame nicht weiß ,aber ....
wir haben einen plan !





18. November 2012

ein jahr .....

 ....mit frau helene ist rasend schnell vergangen.
die vorstellung , das constantin  den luxus hatte ,
weil wir unser leben um seines herumdrapiert haben ,
stimmt mich manchmal nachdenklich ,
wenn ich bemerke wie helene einfach "mitläuft".
vielleicht ist es aber auch ein vorteil.
manchmal versuche ich mir vorzustellen ,
wie die kinder sich entwickeln würden ,
wenn sie in einer anderen reihenfolge zur welt gekommen wären.

tatsache ist :
helene ist eine draufgängerin.
lebensmittel werden beim essen vorher
 in windeseile bis auf jedes atom zerteilt.
tische werden orkanartig abegeräumt,
um dann mithilfe eines stuhles bestiegen zu werden.
schachteln werden ausgeräumt ,
gläser
-mit einer lockeren bewegung aus dem handgelenk -
zerschlagen.
auch wenn sie meistens als bub "angesprochen " wird ,
("wie heisst denn der kleine ,
möchte der bub ein stückchen wurst?")
hat sie ein paar mädchenhafte angewohnheiten .
sie liebt es  sich dinge um den hals zu hängen.
vorzugsweise ladekabel ,aber auch ketten der schwester.
und ihre erste eigene puppe  hat sie gleich so geherzt,
wie man sich das nur wünschen kann.
ein prächtiges kind!











12. November 2012

50 jahre......

....sind eine lange zeit.
zumindest aus meiner sicht.
am wochenende haben wir eine kleine reise gemacht ,
um die goldene hochzeit von franks eltern zu feiern.
es war ein herrliches  kleines fest .
bis auf einen enkel (von 10) ,waren alle
kinder und kindeskinder versammelt.
und wir wurden daran erinnert ,
wie großartig familie sein kann!