31. Oktober 2013

eine spassbremse.....


 ...bin ich wenn es um halloween ,fasching und irgendwie auch silvester geht.
solange die kinder kleiner waren ,haben wir das einfach ausgelassen.
seit die jungs grösser sind ,gibt es immer einladungen bei freunden,
was mich  sehr erleichtert, doch heuer steigt die nächste generation ein.
luise entwickelt sich zu einer begeisterten halloween freundin.
malbilder mit kürbissen,hexen und skeletten schmücken das zimmer.
glücklicherweise wurde beim nacharjungen gestern schon etwas vorgefeiert,
heute haben wir dann noch einen kürbis "geschnitzt",wobei  nurmehr
kleine hokkaido ausgaben feilgeboten wurden.
die dame war mit dem ergebnis trotzdem zufrieden,
aber als ich sie um acht zu bett gebracht habe,
hat sie gemeint ,dass sie schon traurig ist ,dass wir nicht gefeiert haben
und sie unbedingt morgen nachfeiern will.
was genau sie sich erwartet ,weiß ich nicht.
sie weiß es auch nicht und daher hoffe ich den ball noch etwas
flach halten zu können.
doch  für´s nächste jahr schwant mir schreckliches .
süßes oder saures?


28. Oktober 2013

gelassenheit......

..... ist eine eigenschaft,
die mir häufig unterstellt wird.
ob mitmütter im park meine gleichmütigkeit bemerken,
wenn sich die kinder im dreck wälzen oder
auf bäumen in bemerkenswerte höhen gelangen.
oder kollegInnen ,die meine ruhe
in turbulenten situationen
(die die psychiatrie nun mal mit sich bringt),
feststellen und mich fragen ,wie ich das mache.
auch der arzt ,der unseren sohn nach einem unfall
ein jahr lang betreute und unsere wege sich nach dieser
intensiven zeit trennten, fand meine ruhe ,
die ich während dieser zeit ausstrahlte erstaunlich.
natürlich kennen die leute nur einen teil.
die ruhe ,die ich während der zeit nach constantins unfall hatte
war nur möglich ,weil ich in dem moment ,
als ich diesen arzt  auf der intensivstation
durch zwei glastüren gesehen haben ,
nachdem er unser damals zweijähriges kind untersucht hat ,
sofort gespürt habe ,dass dieser mann genau das richtige für ihn tun wird.
mit dieser gewissheit waren alle anderen gefühle
wie sorge ,angst und ungewissheit irgendwie erträglich.
aber es ist wohl so ,dass ich  prinzipiell ein
relativ gelassener mensch bin.
obwohl ich sagen muss,dass gerade meine kinder
es fast täglich schaffen ,mich meine fassung verlieren zu lassen.
als religiöser mensch habe ich ein gewisses gottvertrauen ,
dass die dinge wie sie sind einen sinn haben ,
auch wenn sich der nicht immer  sofort erschliesst .
ich weiß nicht ,ob es damit zu tun hat ,aber meine sicht
auf das leben ist eine gute  und so versuche ich auch
meinen alltag festzuhalten ,als etwas positives und
erinnerungswertes .
und schließlich : für gelassenheit braucht es eine gewisse substanz.
mit einem bmi von 21 bin ich laut who normalgewichtig ,
obwohl gerade im sommer die oberschenkel ruhig etwas
naja, badefreundlicher sein könnten . aber egal.
butter und schlagobers sind in meinem kühlschrank
stets in ausreichender menge vorhanden.
meine allabendliche heisse schokolade
ist ein wahres gelassenheitselixier.
70prozentige schokolade ,mit milch aufgekocht
und einem großzügigen obershäubchen geschmückt......
da kann man garnicht anders als gelassen zu sein.










17. Oktober 2013

die tata.....

 ......macht mir hoffnung.
die tata ist meine schwester ,von helene ebenso betitelt,
weil "tante" ihr noch nicht so flockig über die lippen kommt.
einerseits ,weil ich mit ihr an der seite
für helenes dickkopf noch eine instanz als ass im ärmel habe.
ich habe auch schon bei den anderen kindern das gefühl erlebt,
dass ich an die grenzen jeglicher gefühlsqualitäten stosse.
mal - dann und wann.
doch in diesem frühen alter und so oft am tage,
das ist eine neue erfahrung.
die tata allerdings wird von helene bedingungslos verehrt .
tagtäglich will sie die tata anrufen ,sagt ihr dann immer das sie zu hause  ist
und wenn sie sie trifft weicht sie nicht von ihrer seite.
so eine tata ist schon ein hit!
andererseits bin ich froh über die enge freundschaft,
die uns jetzt verbindet.
was wir gestritten haben als kinder !
und uns auf die nerven gegangen sind!
uiuiui.
als dann jede ihren weg gegangen ist ,
wir nicht mehr unter einem dach gewohnt haben ,
hat sich unsere beziehung schlagartig gebessert.
ich hoffe unsere kinder kriegen das später auch mal so hin,
dass sie gerne mit ihren geschwistern sind ,
auch wenn das eigene leben vielleicht  nur wenig zeit dazu lässt.
umso schöner ,wenn man sich dann mal einen tag frei spielen kann,
um nur zu zweit was zu unternehmen .
wenn das wetterchen dann auch noch so mitmacht ,
gibt das direkt einen denkwürdigen tag!






7. Oktober 2013

inflationär....

......wird der charme dieser jungen dame,
wenn es auf mitternacht zugeht.
und das ist keine seltenheit.
sollte es vorkommen ,dass das täubchen tagsüber schläft,
was sich meißtens nicht vermeiden lässt,
ist damit zu rechnen ,dass es bis 1 uhr morgens turbulent zugeht.
aber auch der therapeutsche schlafentzug tagsüber ,
bedeutet keine garantie auf einen ruhigen abend.
möglicherweise schläft sie 2 stunden
und ist dann wieder bereit für neue schandtaten .
so kann es vorkommen ,dass man den abend
damit verbringt aufgeschobene tätigkeiten nachzuholen ,
mit dem zweifelhaften support einer fast zweijährigen ,
die im moment eine besondere leidenschaft für
die laden im badezimmer entwickelt hat.
abreisssen von wc papier - eine klassische disziplin-
gefolgt vom zahnbürsteauspacken ,
kämmen der eigenen haare mit einer hornhautraspel,
sind so einige der liebgewonnenen aktivitäten.
da ich nun aber das badezimmer,
dekoriert mit selbstklebenden slipeinlagen vorfand ,
war ich doch etwas überrascht.
als mir die hilfsbereite jüngste mit fragendem blick
"mama,aua ?" einen der genannten hygieneartikel
liebevoll auf den arm kleben wollte ,aber sofort befand ,
dass sich drei davon  , diagonal angeordnet ,
viel besser auf ihrem pyjama machten ,
nickte sie zufrieden  und verkündete
" so. passt ." glücklich strahlte sie mich an,
und entlockte mir - obschon die uhr 23.45 zeigte-
ein versöhnliches lächeln.