27. Dezember 2012

als.....

 .....unsere ersten zwei kinder in den kindergarten gekommen sind ,
war ich der meinung ,dass sie zumindest soviel zeit
an der frischen luft verbringen sollten ,
wie sie auch im kindergarten sind.
damals war das überhaupt kein problem .
inzwischen schaffe ich es diesen anspruch-
an mich und die  nachkommenschaft -
nicht mehr zu erfüllen.
das scheitert nicht an meinem guten willen.
einerseits lässt sich das bei zwei gymnasiasten leider
zeittechnisch nicht mehr einrichten .
abgesehen davon gibt es deutliche widerstände
von seiten des jungen herrn ,
der jetzt ein altersmäßig zur gruppe der teenager zählt.
aber wenn es doch ,trotz aller widrigkeiten gelingt ,
sind irgendwie alle glücklich
(auch wenn sie es nicht zugeben würden ).




10. Dezember 2012

die echten wiener......

 .....raunzen ja gerne mal ein bisschen über wien ,
nachdem ich eine mischung bin aus echter wienerin und zugereistem piefke,
selbst die ersten jahre in piefkenesien verbracht habe ,
gehöre ich zu der gattung der "eher-nicht raunzenden-zuagreisten".
aber eine sache gibt´s da schon.
österreich liegt nicht am meer.
ich weiß nicht woher das bei mir kommt.
aber ich habe so eine eingebaute sehnsucht nach rauher see.
(obwohl ich definitiv nicht seetüchtig bin !)
wenn es mich ganz arg überkommt ,
hilft ein kleiner spaziergang an der alten donau.
natürlich ,die luft ist nicht so prickelnd,
es gibt keine gezeiten ,keine wellen.
aber doch .möwen.wasser.ein stück weite.
auch schön.


6. Dezember 2012

dreizehn jahre......


 ......mit herrn constantin sind sehr schnell vergangen.
unglaublich wie aus  einem kleinen  zwerg  ein so grosser kerl werden konnte!
auch als kleines kind hat er recht viel geredet ,
was sich jetzt durch stundenlange diskussionen fortsetzt.
ob taschengeld ,bildschirmzeit , nachtruhe ,filmauswahl.....
alles wird mit grosser ausdauer und hingabe diskutiert.
(ich denke mit dem ziel uns mürbe zu machen ,
also mich mürbe zu machen ,
seltsamerweise sucht er immer mich als diskussionspartner aus ,
frank muss sich das selten anhören).
gepaart mit einer portion charme ,
 gelangt er nicht selten zum ziel.
er ist der held seiner jüngsten schwester ,
und noch nicht zu groß ,
um nicht selbst restlos hingerissen von ihr zu sein.
mit ausdauer und beständigkeit meistert er die
anforderungen des schülerlebens und -anders als frederick 
(der jede woche gerne was neues beginnen würde ......)-
lehnt er jedes angebot für mögliche hobbies dankend ab.
wir sind schon neugierig auf das nächste jahr
mit diesem jungen mann ..........







27. November 2012

d.i.y.....

....hat auch so seine grenzen.
während ich eine begeisterte selbermacherin bin ,
was marmeladen ,brot ,kekse ...anbelangt ,
bin ich in handwerklichen dingen
(obwohl ich eine ledergalanteristenlehre sogar
mit auszeichnung abgeschlossen habe ,aber das ist lange her ...),
besonders im textilen bereich eher nicht sooo talentiert.
was mich nicht  davon abgehalten hat ,
mich an bienenwachskerzen zu versuchen .
seit jahren sammel ich die reste
(belächelt von meinem herrn gemahl)
der kerzen um sie " irgendwann mal einzuschmelzen ".
nun war es soweit .
beseelt von einem  jahr der konsumreduktion ,
sollten in diesem jahr selbstgezogene kerzen den
adventkranz zieren.
und so machte ich mich zu fortgeschrittener stunde
frisch ans werk ,mit dem gedanken den abend bei wachsduft
und meditativem kerzenziehen zu verbringen.
mir war nicht ganz klar ,wie aus den hänselknöchernen
wachsstängeln eine stattliche stumpenkerze werden kann ,
aber ich tauchte die dochte so vor mich hin und ...
sie wurden dicker und dicker.
inzwischen wurde es mitternacht , die kerzen hatten einen stolzen
durchmesser von 4cm erreicht ,aber das war mir nicht genug.
ich erwärmte das wachs noch mal im backofen ,
rührte es mit einem holz um , schloß die backofen(schiebe)tür
und.....musste feststellen ,dass die höhe des wachsglases
 MIT holz  zuviel war.
das wachs ergoss sich duftend und großzügig
über den ofen und den küchenboden.
dreimal entwich mir ein wort ,welches meine kinder mich
nie gebrauchen hören ,doch in dieser situation
fand ich es angebracht und auch irgendwie kongruent.
aber ,einen vorteil hat es :
unsere kekse werden heuer ein unvergleichliches
bienenwachsaroma haben.


26. November 2012

frühe symptome....

...eines hikikomori?
frau luise stellt uns vor ein rätsel.
oder besser gesagt ihr verhalten.
da sie vor drei wochen etwas kränklich war und
sich zu hause  erholt hat,dachten wir noch ,
sie sei die pflegeleichteste kranke überhaupt.
befindet sich zufrieden in ihrem zimmer ,
spielt ,kocht für ihre puppen wollnudelsuppe,
hört-ja was wohl ?-  conniegeschichten ,
schaut bücher an ,fädelt ketten ,redet vor sich hin ......
dann und wann streckte sie den kopf zur tür hinaus ,
um nahrung  oder wasser zu verlangen.
gut und schön.
seither meint die junge dame aber ,
dass sie sich gänzlich dem familienleben entziehen kann.
"ich will in meinem  zimmer essen ",
"ich brauche meine ruhe",
sind sätze ,die sie uns tagtäglich als argument bringt ,
um sich der gemeinsamen mahlzeit entziehen zu können
(die ja immer wieder von diversen experten
als sooooo wertvoll deklariert wird,
aus meiner  erfahrung ,...naja... kann ich luises wunsch
durchaus manchmal verstehen  ,ähem ....).
auf jeden fall sind wir dabei ,das kind  wieder
an die gesellschaft zu gewöhnen ,
was nur unter  großem protest möglich ist .
so war sie heute nicht nur im kindergarten ,sondern
auch bei zwei familienmahlzeiten zugegen
(den Mittagssnack durfte sie in ihrem zimmer einnehmen ,
da die jungs noch in der schule waren ) ,
und des nachmittags in der bücherei!
auch wenn es die junge dame nicht weiß ,aber ....
wir haben einen plan !





18. November 2012

ein jahr .....

 ....mit frau helene ist rasend schnell vergangen.
die vorstellung , das constantin  den luxus hatte ,
weil wir unser leben um seines herumdrapiert haben ,
stimmt mich manchmal nachdenklich ,
wenn ich bemerke wie helene einfach "mitläuft".
vielleicht ist es aber auch ein vorteil.
manchmal versuche ich mir vorzustellen ,
wie die kinder sich entwickeln würden ,
wenn sie in einer anderen reihenfolge zur welt gekommen wären.

tatsache ist :
helene ist eine draufgängerin.
lebensmittel werden beim essen vorher
 in windeseile bis auf jedes atom zerteilt.
tische werden orkanartig abegeräumt,
um dann mithilfe eines stuhles bestiegen zu werden.
schachteln werden ausgeräumt ,
gläser
-mit einer lockeren bewegung aus dem handgelenk -
zerschlagen.
auch wenn sie meistens als bub "angesprochen " wird ,
("wie heisst denn der kleine ,
möchte der bub ein stückchen wurst?")
hat sie ein paar mädchenhafte angewohnheiten .
sie liebt es  sich dinge um den hals zu hängen.
vorzugsweise ladekabel ,aber auch ketten der schwester.
und ihre erste eigene puppe  hat sie gleich so geherzt,
wie man sich das nur wünschen kann.
ein prächtiges kind!











12. November 2012

50 jahre......

....sind eine lange zeit.
zumindest aus meiner sicht.
am wochenende haben wir eine kleine reise gemacht ,
um die goldene hochzeit von franks eltern zu feiern.
es war ein herrliches  kleines fest .
bis auf einen enkel (von 10) ,waren alle
kinder und kindeskinder versammelt.
und wir wurden daran erinnert ,
wie großartig familie sein kann!


29. Oktober 2012

bevor......

 ......wir uns in die renovierung des badezimmers gestürzt haben
(ungeplanterweise begleitet von constantins krankenhausaufenthalt),
waren wir -fast kinderlos- für ein langes wochenende im böhmerwald.
die beste tante schenkt uns jedes jahr ein langes wochenende zeit,
an dem sie die kinder versorgt .
in den letzten zwei jahren haben wir städtereisen gemacht ,
aber in diesem jahr war mir eher nach ruhe und natur zumute.
frank hat sich zum glück von mir überzeugen lassen
 und so kamen wir in den wald.
gutes essen ,herrliches wetter ,schönes hotel,mehr schlaf.
kurze erinnerungswerte atempause.






23. Oktober 2012

inzwischen.....



 

...bemerken wir bei unseren herren söhnen 
gewisse abnabelungstendenzen.
nicht ,dass sie es weniger schätzen würden ,
wenn jemand sie an alles erinnerte ,
sämtlichen unrat hinter ihnen herräumte 
oder das essen servierte.
nein um diese art der eigenständigkeit geht es nicht
(auch wenn wir  beharrlich versuchen dieselbige  zu fördern).
aber bei  der wochenendgestaltung fällt es uns auf ,
dass wir immer wieder mal auf einen teil 
der nachkommenschaft verzichten müssen.
das ermöglicht uns richtige damenaktivitäten,
wie beispielsweise ein besuch des schloss hof.
wo wir einen herrlichen herbstsamstag verbracht haben.

 










16. Oktober 2012

zur lage der nation......

......lässt sich folgendes berichten:
nachdem herr baumgartner erfolgreich
durch alle möglichen sphären gerauscht ist
(obwohl ich nicht glaube ,dass man  in 15 jahren
ein speeddate mit der frage beginnt :
" wo warst du als felix baumgartner.....?"),
lassen sich von unserer seite höhenflüge der anderen art berichten.

da frau helene mit grosser begeisterung
ladekabel verräumt und auch zerstört -so auch das des laptops-
ist das bloggen für mich derzeit etwas erschwert ,
abgesehen davon sind aufgrund ihres späten einschlafens ,
dem unverhältnismäßig frühen erwachens 
und des so gut wie nicht vorhandenen mittagsschlafes
die besinnlichen zeiten eher rar
(jetzt gerade unterhält sie sich laut quietschend
gleichwohl mit einem kamm
und einer elektrischen zahnbürste...).

das bedeutet für mich,
 die alltagstätigkeiten so gut wie möglich
in ihrer gesellschaft zu erledigen ,
was nicht immer ganz einfach ist.
daher wird manches gestrichen ,
umso mehr wenn z.b. herr constantin meint,
sich von seinem treuen , aber nutzlosen freund ,
dem genossen  appendix trennen zu müssen .

zum glück ist er in einem  alter ,
wo man nicht mehr bei ihm übernachten muss,
und er auch tagsüber den luxus des kabelfernsehens
im krankenhauszimmer -zumindest zeitweise -
der aufopferungsvollen gesellschaft
seiner erziehungsberechtigten vorzieht.

dennoch ,war die letzte woche eine gratwanderung für uns .
kurze nächte ,volle tage ,pendeln zwischen krankenhaus
und dem was sonst so anfällt.

trotz all dem wirbel aber auch das gefühl der dankbarkeit,
dass alles passiert was nötig ist ,
damit  er schnell wieder gesund wird .
dass freunde zu ihm kommen ,denen er fehlt
und die den weg über die donau nicht scheuen  ,
um ihn zu besuchen .

schön das zu sehen .